Zecken sind kleine Spinnentiere, die sich von Blut ernähren und im warmen, feuchten Unterholz auf Beute lauern. Sobald sich ein potentielles Opfer, sei es Mensch, Katze, Hund oder ein anderes Tier, nähert, werden sie von ihrer Lauerposition abgestreift und stechen in die Haut des Wirts.
Dieser “Zeckenbiss” ist nicht sehr schmerzhaft, weil die Zecken ähnlich wie Gelsen blutgerinnungshemmende Sekrete in die Wunde injizieren, die aber im Unterschied zu den Wirkstoffen der Insekten zusätzlich entzündungshemmende und betäubende Wirkstoffe enthalten. So kann die Zecke über mehrere Tage unbemerkt an der Einstichstelle saugen, bevor sie gesättigt vom Wirt abfällt.

Zwei Krankheiten werden häufig von Zecken übertragen: FSME, eine Entzündung von Gehirn und Hirnhaut, und die Bakterienkrankheit Borreliose. Das Robert-Koch-Institut schätzt, dass einer von 300 Zeckenbissen zu Borelliose führt.
Für Katzen und Hunde, die ja einen großen Teil des Tages im Garten verbringen oder mit ihren Frauchen und Herrchen im Wald und auf Wiesen spazieren, gibt’s verschiedene Zeckenmittel:
Zeckenschutz-Halsband
Die Erfahrungen von Hunde- und Katzenbesitzern mit Halsbändern zum Zeckenschutz gehen weit auseinander. Von “absolut wirkungslos” bis “super” reichen die Kommentare der Tierbesitzer, sodass eine Beratung durch den Tierarztes vor einem Kauf ratsam ist.
Zeckenschutzsprays
Sprays halten Zecken für einige Stunden nach der Behandlung von Hund und Katze fern und damit nur für den fallweisen Schutz geeignet.
Zeckenschutz-Tropfen (Spot-On-Präparate)
Das Zeckenschutzmittel wird auf das Nackenfell und bei grösseren Hunden auch auf die Schwanzwurzel getupft und verteilt sich in den folgenden Tagen über die gesamten Hautoberfläche. Die Behandlung muss alle vier Wochen wiederholt werden.
Trotz aller Schutzvorkehrungen sollte man seinen vierbeinigen Liebling während der warmen Jahreszeit nach jedem Tag im Freien auf Zeckenbefall absuchen und die Zecken entfernen. Die althergebrachten Hausmittel wie das Betupfen des Zeckenkopfs mit Öl haben schwere Nachteile. Statt dessen verwendet man besser eine Pinzette, ein Skalpell oder spezielle Zeckenzangen, um den Parasiten mit stetigem Zug zu entfernen.
Taucht nach einigen Tagen bis zu drei Wochen eine kreisrunde blutrote Verfärbung rund um eine Einstichstelle auf, ist es auf jeden Falls nötig, den Tierarzt aufzusuchen.
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