Die schön geschwungene Treppe vom Erdgeschoss in das Obergeschoss war damals der ganze Stolz des Bauherrn.
Jetzt, dreißig Jahre später, merken die Bewohner des Hauses, dass ein Leben auf zwei Etagen nicht nur Vorteile hat, sondern im Alter auch Schwierigkeiten verursachen kann. Die Wege von der Wohnebene in die Rückzugsebene im ersten Stock sind beschwerlich und jede Stufe ist mühsam oder anstrengend.
Die Übersiedlung in eine kleinere Wohnung oder in ein geeignetes Senioren-Wohnheim ist aber keinesfalls ein Thema, sowohl wegen der Kosten als auch wegen der emotionalen Bindung an das eigene Haus. Die Pläne gerade für die ruhigere Zeit nach einem jahrzehntelangen Arbeitsleben will man sich nicht so einfach von physischen Wehwehchen durchkreuzen lassen.
Der Treppenlift: Müheloses Wohnen auf mehreren Stockwerken
Eine Lösung für diese Mobilitätseinschränkungen ist einfach und oft erprobt: Ein nachträglicher Einbau eines Treppenlifts macht die Wege zwischen den Stockwerken leicht bewältigbar. Die Umbauten an der vorhandenen Bausubstanz halten sich etwa im Vergleich zum nachträglichen Einbau eines Aufzugs in Grenzen, und im Stiegenhaus reicht der Platz für den Schrägaufzug häufig aus.
Für den Treppenliftantrieb genügt oft ein einfacher 220-Volt-Stromanschluss, mit dem der Antriebsmotor versorgt wird. Zur Sicherheit sehen viele Treppenliftanbieter zusätzlich einen starken Akku als Energie-Zwischenspeicher vor, der vor dem Steckenbleiben des Treppenlifts bei Stromausfall schützt.
Schienen auf Treppen
Bei den gebräuchlichen Systemen werden Schienen als Fahrbahn entlang der Innen- oder Außenkante der Treppen montiert, auf denen der Sitz mit seinem Passagier zwischen den Stockwerken befördert wird. Der Platzbedarf dieses Schienensystems behindert die herkömmliche Benutzung der Stiege nicht wesentlich – vorausgesetzt, die Stufenbreite übersteigt ein bestimmtes Mindestmaß. Ob der Treppenverlauf oder die Breite der Stufen für den Einbau eines Treppenlifts geeignet ist, kann der Anbieter sehr schnell entscheiden.
Vertreiber, Anbieter, Händler und Hersteller der Fahrstühle wie zum Beispiel SECON bieten im Internet oft viele der nötigen Informationen, die für die Auswahl des richtigen Treppenlift-Modells erforderlich sind.
Treppenlift gebraucht kaufen – wie viel kann man sparen?
Die Ausgaben für einen Treppenlift sind unter anderem auch von der Ausstattung abhängig: Einfache Modelle oder gebrauchte Treppenlifte aus zweiter Hand sind hier eine günstige Lösung, während Luxusmodelle allen erdenklichen Komfort bieten – das schlägt sich auch in den Kosten nieder. Angebote gebrauchter Treppenlifte sollte man auf jeden Fall am besten durch Fachleute auf Sicherheit und Abnutzungsschäden überprüfen lassen. Gerade im Bereich der Elektrik sind schlummernde Defekte für Laien auf den ersten Blick fast nicht diagnostizierbar.
Beweglich im Rollstuhl
Nicht nur das Alter reduziert die Beweglichkeit, auch durch einen Unfall, eine Krankheit oder andere Einflüsse können Treppen zu Barrieren werden, die mit dem Rollstuhl schwer überwindbar sind. Als Unterstützung in solchen Lebenssituationen ist der Einbau eines Plattformlifts bei geeigneten Bauverhältnissen eine große Hilfe.
Ein Rollstuhltreppenlift benötigen leider erheblich mehr Platz als ein Sitz-Treppenlift und ist damit kaum im Innenbereich von Wohnhäusern unterzubringen. Anders ist die Lage meist in öffentlichen Gebäuden, die zumindest die Stufen zum Eingang und breite Treppen mit Rollstuhlliften überbrücken können.
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