Starthilfe für Websites: Die gute Reihung
9. December 2009
Alles bisher lief doch so gut: Eine zündende Idee schlug nach langem Brainstorming ein, die passende Domain zum Projekt war zufällig noch frei oder für nicht all zu viel Geld zu kaufen gewesen, der Webdesigner, die Texter und die Programmierer haben in langen Nachtschichten und unter Hochdruck eine repräsentative Website gebaut – und nun ist nicht los. Die Besucher verirren sich zwar zufällig auf die Seite, aber von dem erhofften Ansturm ist nichts zu merken. Wenn das so weitergeht, ist der Laden bald wieder dicht – die Betriebskosten laufen schließlich uneingeschränkt weiter.
Was fehlt, ist schlicht Traffic – und das heißt in Deutschland, Österreich und der Schweiz im Wesentlichen, dass die Homepage Besucher aus der Suchmaschine mit dem überwältigenden Marktanteil von rund 90 Prozent anziehen muss: Google.
Das Ranking in den Suchmaschinen gehört verbessert, um die Website näher an Platz eins der Suchresultate zu rücken. Welche Mittel dazu nötig sind, weiß außerhalb der Entwicklungslabors des Suchmaschinengiganten zwar niemand so ganz genau, aber aus Beobachtungen und Patentrecherchen ergibt sich trotzdem ein recht brauchbares Bild über die Ranking-Faktoren, die den PageRank und andere Kriterien für die gute Reihung in den Suchmaschinen beeinflussen.
Übereinstimmend meinen die Kenner der SEO-Methoden, dass zwischen hundert und zweihundert einzelne Möglichkeiten bestehen, Verbesserungen zu erreichen.
Das heißt gleichzeitig, dass ein Einstieg in die Optimierung der eigenen Webpräsenz ohne Wissen über den Ausgangszustand dieser Faktoren einem Blindflug gleichkommt, bei dem man zwar recht sicher ist, wo man landen möchte, aber keine Ahnung von der Lage der Startbahn hat.
Weil die wesentlichen Faktoren für eine gute Reihung in Google so viele sind, ist ein manuelles Zusammentragen des Ist-Zustandes aufwändig und zeitraubend. Die Hilfe eines PageRank-Checkers, also eines Software-Tools zu automatischen Ermittlung der wichtigsten Zahlen über die Eignung der Homepage für eine gute Reihung, erleichtert diese Arbeit.
Wenn dieser Punkt abgehakt ist, geht’s an die Verbesserung der offensichtlichen Lücken. Meist besteht das erste Arbeitspaket aus einer Kombination von Detailverbesserungen auf der Website selbst (den On-Site-Optimierungen) und der Akquirierung von Links auf anderen Domains. Der Erwerb von Backlinks ist eine Disziplin für sich, die Methoden dazu recht vielfältig: Von der einfache Gefälligkeit von Freuden, Bekannten oder Partnern über gemietete und gekaufte Links bis hin zu parasitären sogenannten Black-Hat-Methoden, die sich gezielt Lücken in den Algorithmen der Suchmaschinen oder Sicherheitslecks auf fremden Websites bedienen, reicht die Palette.
Wichtig ist in dieser Phase, keine Patentrezepte für den schnellen Erfolg zu glauben, sondern mit Augenmaß und Nachhaltigkeit an der Position zu arbeiten. Die Beachtung von allgemein akzeptierten Grundlagen und Webmaster-Regeln führt auf lange Sicht verlässlich zu einer besseren Reihung in den Suchmaschinen.
Mit Suchanfragen stochern Websurfer im Nebel
3. June 2008
Wäre ich Herr Google oder Frau Yahoo, dann hätte ich wahrscheinlich den grössten Spass – nein, nicht an der Unmenge Cash, die mir meine kleine Suchmaske ins Haus spült, sondern an den Fragen, die die Leute haben.
Das fängt damit an, dass der Unterscheid zwischen Browser und Suchmaske diffus wird. www. germany’s next topmodel.de wird als Frage eingegeben, da fällt eine Antwort natürlich leicht. Das ist das Substrat des Banalen.
Interessanter finde ich den Grad der erwartbaren Recherchefähigkeiten, wenn es um wirtschaftlich konkrete Gebilde geht. Aus Neugier wollte ich wissen, was die Leute suchen, die dann auf bestimmten Websites landen könnten. Als Stichprobe verwende ich die Einträge im ODP zu meinem Wohnort und die Suchbegriffe, die in der Keyword-Datenbank von rankingcheck zu dem Hauptthema der Sites ausgegeben werden.
Der erste Kandidat ist deswegen Erster, weil ihn das Google-Verzeichnis so reiht. Eine Werbeagentur. Mehr als 50.000 Mal fragen Leute Google nach einer Werbeagentur, die spezifischeren Sucher möchten eine in Berlin (fast 8.000) oder in andere deutschen Städten finden. Und was soll die Werbeagentur können? Nicht so wichtig, scheint es. Nur rund 1.000 Neugierige recherchieren nach den Fähigkeiten und fragen nach “werbung werbeagentur internet”. Irgendwas mit Internet – war ja zu erwarten…
Kandidat Nummer zwei stellt Prüfgeräte her. Ein Orchideenthema, nach dem weniger als tausend Mal pro Monat gesucht wird. Vermutlich kennt in der Branche sowieso jeder jeden, und der große Boom in Sachen Qualitätsmanagement war im letzen Jahrtausend. Aktuell interessiert nur rund 200 die Meinung einer Suchmaschine zu “Hersteller Prüfgeräte für das QM”.
Zum Dritten: Die Bevölkerungspyramide wird kopflastig, und die Generation 50+ fährt mit einem Treppenlift vom nächsten Eingetragenen von Stockwerk zu Stockwerk. 6.500 Senioren und ihre webaffinen Angehörigen wollen pro Monat wissen, wo das innerhäusliche Fahrzeug zu erwerben wäre. Gerne aber auch zu geringeren Kosten: “treppenlift gebraucht” ist für über 400 Interessenten einen Gedanken wert. Zwischen generellem Interesse und dem Sparwillen positionierten sich noch Suchterme, die auf eine solide Vermutung über die Funktion des Webs schließen lassen: “der-treppenlift.de” oder “treppenlift.de” sind auch über Google zu finden, dazu braucht man offensichtlich keine extra Eingabemöglichkeit im Browser.
Erinnerungen an den photogeshoppten Screenshot eines Browsers werden wach, in dem das Eingabefeld für den Suchbegriff mit jenem für die URL Platz und Ausdehnung getauscht hat.
Einen hab ich noch, dann soll’s aber genug sein: Nach dem hiesigen Kino wird 350.000 Mal pro Monat gesucht. Gefunden würde es öfter, wäre es unter “Kino München” (14.000) oder “Kino Berlin” (13.000) lokalisiert. Bavaria schlägt Babelsberg, zumindest im Web. Wer hätte das gedacht…
So ist das also. Repräsentativ ist das Sample eher nicht: Der meistgesuchte Begriff ist natürlich “Sex”, vermutlich liegt auch “Reichtum” irgendwo ganz vorne dabei. Davon ist hier vor Ort nichts in dmoz.org gelistet, tut leid.
Options WordPress Theme - Deutsche Übersetzung
25. March 2008
Options ist ein Theme für WordPress von Justin Tadlock. Die deutsche Übersetzung dafür gibt’s hier zum Herunterladen.
Die heruntergeladene Datei muss anschließend entzippt und im Ordner /wp-content/themes/options auf dem Webspace gespeichert werden.
