Alles bisher lief doch so gut: Eine zündende Idee schlug nach langem Brainstorming ein, die passende Domain zum Projekt war zufällig noch frei oder für nicht all zu viel Geld zu kaufen gewesen, der Webdesigner, die Texter und die Programmierer haben in langen Nachtschichten und unter Hochdruck eine repräsentative Website gebaut – und nun ist nicht los. Die Besucher verirren sich zwar zufällig auf die Seite, aber von dem erhofften Ansturm ist nichts zu merken. Wenn das so weitergeht, ist der Laden bald wieder dicht – die Betriebskosten laufen schließlich uneingeschränkt weiter.

Was fehlt, ist schlicht Traffic – und das heißt in Deutschland, Österreich und der Schweiz im Wesentlichen, dass die Homepage Besucher aus der Suchmaschine mit dem überwältigenden Marktanteil von rund 90 Prozent anziehen muss: Google.

Das Ranking in den Suchmaschinen gehört verbessert, um die Website näher an Platz eins der Suchresultate zu rücken. Welche Mittel dazu nötig sind, weiß außerhalb der Entwicklungslabors des Suchmaschinengiganten zwar niemand so ganz genau, aber aus Beobachtungen und Patentrecherchen ergibt sich trotzdem ein recht brauchbares Bild über die Ranking-Faktoren, die den PageRank und andere Kriterien für die gute Reihung in den Suchmaschinen beeinflussen.

Übereinstimmend meinen die Kenner der SEO-Methoden, dass zwischen hundert und zweihundert einzelne Möglichkeiten bestehen, Verbesserungen zu erreichen.

Das heißt gleichzeitig, dass ein Einstieg in die Optimierung der eigenen Webpräsenz ohne Wissen über den Ausgangszustand dieser Faktoren einem Blindflug gleichkommt, bei dem man zwar recht sicher ist, wo man landen möchte, aber keine Ahnung von der Lage der Startbahn hat.

Weil die wesentlichen Faktoren für eine gute Reihung in Google so viele sind, ist ein manuelles Zusammentragen des Ist-Zustandes aufwändig und zeitraubend. Die Hilfe eines PageRank-Checkers, also eines Software-Tools zu automatischen Ermittlung der wichtigsten Zahlen über die Eignung der Homepage für eine gute Reihung, erleichtert diese Arbeit.

Wenn dieser Punkt abgehakt ist, geht’s an die Verbesserung der offensichtlichen Lücken. Meist besteht das erste Arbeitspaket aus einer Kombination von Detailverbesserungen auf der Website selbst (den On-Site-Optimierungen) und der Akquirierung von Links auf anderen Domains. Der Erwerb von Backlinks ist eine Disziplin für sich, die Methoden dazu recht vielfältig: Von der einfache Gefälligkeit von Freuden, Bekannten oder Partnern über gemietete und gekaufte Links bis hin zu parasitären sogenannten Black-Hat-Methoden, die sich gezielt Lücken in den Algorithmen der Suchmaschinen oder Sicherheitslecks auf fremden Websites bedienen, reicht die Palette.

Wichtig ist in dieser Phase, keine Patentrezepte für den schnellen Erfolg zu glauben, sondern mit Augenmaß und Nachhaltigkeit an der Position zu arbeiten. Die Beachtung von allgemein akzeptierten Grundlagen und Webmaster-Regeln führt auf lange Sicht verlässlich zu einer besseren Reihung in den Suchmaschinen.

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