Firecookie

Firecookie ist eine Erweiterung für Firebug, mit der Cookies im Browser beobachtet und verwaltet werden können. Für die Diagnose und Entwicklung des Frontends ist Firebug selbst und die darauf aufsetzenden Erweiterungen wie YSlow oder eben Firecookie für mich in meiner Arbeit als Web-Programmierer unverzichtbar.

Der Entwickler Jan Honza Odvarko akzeptiert Spenden.

Im Unterschied zu anderen Cookie-Managern, die als Firefox-Add-On verfügbar sind, ist dieses Add-On als Erweiterung für Firebug realisiert, sodass der Webentwickler auf die Funktionalität in der gewohnten Oberfläche von Firebug zugreifen kann.

Firecookie: Überblick

Nachdem Firecookie erfolgreich installiert wurde, kann man einen neues Modul mit dem Titel „Cookies“ in Firebugs Menüleiste verwenden. Dieses Modul zeigt eine Liste aller Cookies an, die mit der Domain der gerade dargestellten Seite verbunden sind. Jeder Eintrag in der Liste stellt Grundinformationen über ein Cookie wie den Namen, den Wert, die Domain, den Pfad, das Ablaufdatum und anderes dar.

Cookies inspizieren

Firecookie: Cookie inspizierenJedes Cookie in der Liste kann aufgeklappt werden. Das ist besonders dann brauchbar, wenn der Wert des Cookies sehr lang ist und nicht direkt angezeigt werden kann. Wenn man nach einem bestimmten Cookie über seinen Namen suchen möchte, gibt man diesen in Firebugs Suchfeld ein. Die Liste wird dynamisch gefiltert, während man tippt.

Cookie-Berechtigungen

Firecookie: Cookie-BerechtigungenMan kann die Berechtigungen der Cookies für die aktuelle Website direkt über die Firebug-Menüleiste verwalten. Der Berechtigungsschalter zeigt den aktuellen Zustand als Titel an und wird automatisch aktualisiert, sobald die Berechtigung verändert wird (etwa über den Dialog „Einstellungen“ in Firefox).

Cookie-Events

Firecookie: EventsIm Modul „Konsole“ kann man beobachten, wie ein Cookie verändert wird. Firecookie erstellt einen Logeintrag, wenn ein Cookie erzeugt, verändert, gelöscht oder zurückgewiesen wird.

Cookie-Verfallsdatum

Firecookie: VerfallsdatumDas Verfallsdatum eines Cookies wird unter Berücksichtigung der lokalen Zeitzone und der Firefox-Spracheinstellungen angezeigt. Den aktuellen Wert kann man einfach ablesen und über einen Datums- und Zeitwähler ändern.

Cookies exportieren

Firecookie: Cookies exportierenÜber das Menü „Cookies“ kann man neue Cookies erstellen und bestehende Cookies löschen. Das Menü kann auch dazu eingesetzt werden, entweder alle im Browser vorhandenen oder die mit der aktuellen Website verbundenen Cookies in eine Datei cookies.txt zu exportieren. Jedes Cookie belegt eine Zeile in der Exportdatei.

Cookie-Zwischenablage

Firecookie: ZwischenablageDie Standardbefehle der Zwischenablage Kopieren/Einfügen/Ausschneiden werden ebenfalls unterstützt. Wenn man sie benötigt, genügt ein Rechtsklick auf das Kontextmenü eines Cookies.

Firecookie: Cookie bearbeiten Mit Hilfe des Eintrags „Bearbeiten“ im selben Menüs können auch die Eigenschaften eines bestehenden Cookies verändert werden.

Gesendete und empfangene Cookies

Firecookie: NetzwerkFirecookie integriert sich auch in das Firebugmodul „Netzwerk“. Wenn man einen bestehenden Request aufklappt, werden auf einem zusätzlichen Tab „Cookies“ gesendete und empfangene Cookies mit allen Informationen dargestellt.

Cookies sortieren

Firecookie: JSON-InspektorMan kann Cookies mittels eines Klicks auf den Tabellenkopf sortieren.

Abgewiesenen Cookies

Firecookie:XML-InspektorAlle empfangenen, aber abgewiesenen Cookies werden in roter Schrift dargestellt.

JSON-Inspektor

Firecookie: document.cookie

Ist der Wert eines Cookies im JSON-Format, wird der Wert im Tab „JSON“ als ausklappbarer Baum dargestellt. Gleiches gilt für Netzwerkantworten im Modul „Netzwerk“.

XML-Inspektor

Firecookie: Spalten darstellen

Ist der Wert eines Cookies ein valides XML-Dokument, wird wohlformatiertes und farblich gestaltetes XML dargestellt.

document.cookie

Firecookie: Cookie-BreakpointDie Eigenschaft document.cookie wird auf der Konsole in einer lesbaren Darstellung ausgegeben.

Sichtbarkeit von Spalten

Firecookie: Bedingter Cookie-BreakpointDie Sichtbarkeit der Spalten kann über das Kontextmenü im Spaltenkopf gesteuert werden. Natürlich werden diese Einstellungen permanent gespeichert.

Cookie-Breakpoint

Firecookie: Anhalten bei CookieänderungMit Hilfe eines Cookie-Breakpoints kann man beobachten, wann ein Cookie verändert wird. Der Firebug-Debugger ist integriert, sodass man die verantwortliche Sourcezeile finden kann.

Bedingter Cookie-Breakpoint

Firecookie: Spalten sortierenMan kann auch bedingte Breakpoints setzen, so dass die Scriptausführung nur unterbrochen wird, falls die Bedingung zutrifft. Als Bedingungen sind folgende Eigenschaften des Cookies anwendbar: value, path, host, expires [ms], isHttpOnly, isDomain.

Bei der nächsten Cookieänderung anhalten

Firecookie: Cookie zurückweisenFirecookie integriert auch das „Anhalten bei…“-Feature aus Firebug. Mit einem Klick auf den „Pause“-Taster hält Firebug die Scriptausführung bei der nächsten Cookieänderung an.

(Diese deutsche Übersetzung beruht auf der englischsprachigen Originaldokumentation von Firecookie)

Informationsarchitektur von Weblogs

Die Aufbereitung von Information in Portionen, die ein Konsument leicht und einfach erfassen kann, ist die Aufgabe des Informationsarchitekten. Ebenso gewährleistet der Informationsarchitekt die sinnvolle Gruppierung von zusammengehörigen Informationsbausteinen und die logische Navigation zwischen den einzelnen Häppchen.

Obwohl diese Aufgabe unabhängig von Medium ist, ist natürlich die Veröffentlichung von Informationen auf elektronischen Medien und dort im Speziellen auf Websites ein Hauptfeld der Tätigkeit. Empirische Untersuchungen habe klar erwiesen, dass Besucher einer Website die Erfüllung bekannter Konventionen erwarten und sich kaum auf das Erlernen neuer Methoden einlassen, solange der persönliche Nutzen einer Website den Lernaufwand nicht rechtfertigt.

Das Informationsmodell einer herkömmlichen Firmenwebsite folgt dem Muster einer Werbebroschüre mit Kapiteln für die Darstellung des Unternehmens, der Produkte und der beteiligten Personen. Die Änderungsfrequenz ist gering, damit auch die Notwendigkeit, stark variierende Inhalte zu berücksichtigen: Eine ausführliche Planung erlaubt die Einordnung von Informationsportionen in gut passenden Abschnitte der Website.

Ganz anders stellt sich die Situation bei Weblogs, also chronologisch geordneten Websites mit hoher Aktualisierungsfrequenz dar. Egal, ob der Schwerpunkt eines Weblogs bei persönlichen Tipps zum Abnehmen liegt oder auf der Kommunikation eines Unternehmens mit seinen Stakeholdern in Form eines Corporate Blogs, auf jeden Fall ist eine statische Klassifizierung der Beiträge kaum vernünftig im Voraus planbar.

So hat sich die Reihung nach Veröffentlichungsdatum als einfachstes Organisationsprinzip für Weblogs praktisch monopolartig durchgesetzt. Durchbrochen wird dieses lineare Prinzip von der Clusterbildung durch Tags oder Kategorien, für die ebenfalls wenig voraus geplant werden muss.

Blog-Software, ob es ein einfaches System wie WordPress ist oder ein flexibles, funktionsreiches Publishingsystem wie Textpattern CMS, richtet sich an diesen Ansprüchen aus. Die Möglichkeit zur Veröffentlichung eines Beitrags an einem zukünftigen Datum entlastet den Einzelkämpfer in Urlaubszeiten, Plugins erzeugen Tagclouds, eine gewichtete optische Repräsentation der Taxonomie, die der Autor über Schlüsselwörter an die Beiträge “geklebt” hat.

Als ultimatives Navigationselement haben Menüs auf der Website selbst im Wesentlichen ausgedient, diese Funktion übernehmen Suchmaschinen wie Google, Yahoo! oder Bing. Das kommt nicht überraschend, war doch die site-interne Volltextsuche schon in Untersuchungen aus dem 20. Jahrhundert auf Platz drei der beliebtesten Navigationsmittel bei Surfern.

Starthilfe für Websites: Die gute Reihung

Alles bisher lief doch so gut: Eine zündende Idee schlug nach langem Brainstorming ein, die passende Domain zum Projekt war zufällig noch frei oder für nicht all zu viel Geld zu kaufen gewesen, der Webdesigner, die Texter und die Programmierer haben in langen Nachtschichten und unter Hochdruck eine repräsentative Website gebaut – und nun ist nicht los. Die Besucher verirren sich zwar zufällig auf die Seite, aber von dem erhofften Ansturm ist nichts zu merken. Wenn das so weitergeht, ist der Laden bald wieder dicht – die Betriebskosten laufen schließlich uneingeschränkt weiter.

Was fehlt, ist schlicht Traffic – und das heißt in Deutschland, Österreich und der Schweiz im Wesentlichen, dass die Homepage Besucher aus der Suchmaschine mit dem überwältigenden Marktanteil von rund 90 Prozent anziehen muss: Google.

Das Ranking in den Suchmaschinen gehört verbessert, um die Website näher an Platz eins der Suchresultate zu rücken. Welche Mittel dazu nötig sind, weiß außerhalb der Entwicklungslabors des Suchmaschinengiganten zwar niemand so ganz genau, aber aus Beobachtungen und Patentrecherchen ergibt sich trotzdem ein recht brauchbares Bild über die Ranking-Faktoren, die den PageRank und andere Kriterien für die gute Reihung in den Suchmaschinen beeinflussen.

Übereinstimmend meinen die Kenner der SEO-Methoden, dass zwischen hundert und zweihundert einzelne Möglichkeiten bestehen, Verbesserungen zu erreichen.

Das heißt gleichzeitig, dass ein Einstieg in die Optimierung der eigenen Webpräsenz ohne Wissen über den Ausgangszustand dieser Faktoren einem Blindflug gleichkommt, bei dem man zwar recht sicher ist, wo man landen möchte, aber keine Ahnung von der Lage der Startbahn hat.

Weil die wesentlichen Faktoren für eine gute Reihung in Google so viele sind, ist ein manuelles Zusammentragen des Ist-Zustandes aufwändig und zeitraubend. Die Hilfe eines PageRank-Checkers, also eines Software-Tools zu automatischen Ermittlung der wichtigsten Zahlen über die Eignung der Homepage für eine gute Reihung, erleichtert diese Arbeit.

Wenn dieser Punkt abgehakt ist, geht’s an die Verbesserung der offensichtlichen Lücken. Meist besteht das erste Arbeitspaket aus einer Kombination von Detailverbesserungen auf der Website selbst (den On-Site-Optimierungen) und der Akquirierung von Links auf anderen Domains. Der Erwerb von Backlinks ist eine Disziplin für sich, die Methoden dazu recht vielfältig: Von der einfache Gefälligkeit von Freuden, Bekannten oder Partnern über gemietete und gekaufte Links bis hin zu parasitären sogenannten Black-Hat-Methoden, die sich gezielt Lücken in den Algorithmen der Suchmaschinen oder Sicherheitslecks auf fremden Websites bedienen, reicht die Palette.

Wichtig ist in dieser Phase, keine Patentrezepte für den schnellen Erfolg zu glauben, sondern mit Augenmaß und Nachhaltigkeit an der Position zu arbeiten. Die Beachtung von allgemein akzeptierten Grundlagen und Webmaster-Regeln führt auf lange Sicht verlässlich zu einer besseren Reihung in den Suchmaschinen.